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Warum gibt es eine Versicherungspflichtgrenze?

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist an die Versicherungspflichtgrenze gebunden. Doch warum existiert diese für Arbeitnehmer?

Böse Zungen mögen behaupten, dass die Pflichtgrenze existiert, um möglichst viele (junge) Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung zu halten. Die Systeme der privaten Krankenversicherung und das der gesetzlichen Krankenversicherung setzen beide auf junge, gesunde Arbeitnehmer. Diese leiden meist noch nicht an starken Erkrankungen und zahlen viel Geld ein ohne große Leistungen in Anspruch zu nehmen. Daher sind junge Arbeitnehmer auch so beliebt bei Krankenversicherungen. Besonders in der privaten Krankenversicherung sind die Beiträge für Arbeitnehmer sehr günstig.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund für die Versicherungspflichtgrenze: Nicht jeder kennt sich mit dem Thema Versicherungen aus. Gerade junge Arbeitnehmer, welche sich mit den jeweiligen Systemen nicht auseinandergesetzt haben, werden von den hohen Leistungen und niedrigen Beiträgen von der privaten Krankenversicherung angezogen. Diese Entscheidung ist jedoch immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Schließlich ist der Beitrag in der privaten Krankenversicherung fix. Das bedeutet, dass dieser mit höherem Einkommen nicht weiter steigt, während die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung bis zu einer Höchstgrenze prozentual ansteigt.
Der maximal vom Arbeitnehmer zu zahlende Monatsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung kann daher schnell bei 450€ liegen (abhängig vom Zusatzbeitrag der Krankenversicherung, inklusive Pflegepflichtversicherung).

Wichtig! Das bedeutet jedoch auch, dass die Beiträge in der privaten Krankenversicherung nicht weiter sinken. Wenn weniger verdient wird, verringert sich der Beitrag nicht anhand des Einkommens. Familienangehörige (Ehepartner/Kinder) sind ebenfalls nicht automatisch kostenfrei mitversichert.

Aufgrund dieser Gründe besteht daher eine Versicherungspflichtgrenze. Der Staat hält ein automatisches, gesetzliches Schutzbedürfnis ab einer gewissen Einkommensgrenze jedoch für nicht weiter notwendig.

Wie hoch ist die Versicherungspflichtgrenze 2020?

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